DIAGONALE ´98

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team 98

 

 

resumee______ RESÜMEE

programm______ PROGRAMM

preis1______ GROSSER DIAGONALE-PREIS 98

preis2______ DIAGONALE-PREIS INNOVATIVES KINO '98

preis3______ DIAGONALE-PREIS DER JUGENDJURY '98

dok______ DOK MARKT GRAZ '98

team______ TEAM '98


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jugofilm

 

 

RESÜMEE / DIAGONALE `98
24. bis 29. März in Graz

 

Festivalkinos:
Schubertkino

Filmzentrum im Rechbauerkino

KIZ - Kino im Augarten

Festivalzentrum: THALIA

Vorführungen: 100

Besucher: 12.500

Platzangebot: 16.690

Auslastung: 75%

Verkaufte Karten: 6.200

Kaufkartenanteil: 50%

Ausverkauft: 35 Vorstellungen und das Konzert „Orchester 33 1/3"

 


 

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der busenfreund

 


PROGRAMM
GROSSER DIAGONALE-PREIS 98

bester österreichischer Kinofilm des Jahres 1997/98

 

ÖS 160.000,- (gestiftet vom Land Steiermark) und Filmmaterial im Wert von

ÖS 50.000,- (gestiftet von der Firma KODAK).

Trophäe, entworfen und gestiftet von Schullin Juweliere, Graz

Den vom Land Steiermark gestifteten Preis erhält der Regisseur / die Regisseurin des Films. Den Sachpreis der Firma KODAK bekommt die Produktionsfirma des Films.

In die Auswahl für den GROSSEN DIAGONALEPREIS - der jährlich verliehen wird - kommen alle österreichischen Kinofilme (abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme die mehrheitlich von einer österreichischen Produktionsfirma realisiert wurden), die nicht vor dem 1.1.1997 in Österreich einen Kinostart hatten und im Programm der DIAGONALE '98 präsentiert werden.

Den GROSSEN DIAGONALEPREIS vergibt jährlich eine international besetzte Jury. Die Jury 1998: Frido Hütter (Kleine Zeitung, Graz), Ivo Kummer (Direktor Filmfestival Solothurn, Schweiz), Ulrike Ottinger (Regisseurin, Deutschland), Michaela Rosen (Schauspielerin, Wien), Georg Seeßlen (Die Zeit, Hamburg).




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die siebtelbauern

 


GROSSER DIAGONALE-PREIS 1998:

SUZIE WASHINGTON von Florian Flicker

 

Lobende Erwähnung:

MILK von Edgar Honetschläger

 

Begründung der Jury:

„Unter 21 zu bewertenden, abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilmen hat sich die Jury mehrheitlich dafür entschieden, den Großen DIAGONALE-Preis 1998 an den Spielfilm Suzie Washington von Florian Flicker, produziert von der Allegro-Film Helmut Grasser, zu vergeben.

 

Suzie Washington erzählt die Geschichte der Flucht einer Frau aus dem ehemaligen Ostblock in die Festung Europa mit dem Traumziel Amerika. Unfreiwillig als Fremdkörper im Tourismusland Österreich gestrandet, gerät ihr nahezu jede Bewegung zum kriminellen Akt und jeder Schritt scheint sie weiter von ihrem eigentlichen Ziel zu entfernen. Florian Flicker schildert diese Suche nach der Freiheit in eingängigen Bildern, deren trügerische Idylle die Einsamkeit der Protagonistin dramatisch verstärken. Ohne moralisierend Position zu beziehen, inszeniert er eine Reihe von Begegnungen, die im Wesentlichen unsentimental bleiben und gleichzeitig die schäbige Seite der österreichischen Devise von Leben und Leben lassen kenntlich macht. Daß ihm dennoch eine Leichtigkeit in der Erzählweise der Geschichte gelingt, ist ein zusätzlicher Vorzug des Filmes. All das wird durch die überaus differenzierte Darstellung von Birgit Doll in der Hauptrolle mitgetragen.

 

Die Jury hat sich entschlossen, eine besondere lobende Erwähnung auszusprechen für den Film „Milk" von Edgar Honetschläger. „Milk" ist ein strukturalistisches Kunst-Märchen über Fremdheit. Der Film ist die künstlerische Auseinandersetzung des Autors mit seinen Erfahrungen in Tokio und New York. Er montiert aus der Begegnung der Kulturen ein humorvolles, artifizielles Verwirrspiel aus Sprache und Zeichen. Die Bilder fügen sich zu mehrfach lesbaren Pictogrammen der Schönheit des Fremden und der Fremdheit des Schönen. Humor und Melancholie finden eine eigene Balance.

 

Die Jury legt überdies Wert auf die Feststellung, daß alle vier Dokumentarfilme im Wettbewerb von hohem Niveau sind."

 



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festivalzentrum

 


 

DIAGONALE-PREIS INNOVATIVES KINO '98

bester innovativer Kurz- / Animations- / Avantgardefilm

bzw. Kurzdokumentarfilm 1997/98

 

ÖS 50.000,- ( gestiftet vom Kulturamt der Stadt Graz - Stadtrat Strobl - ) und ein Gutschein über ÖS 50.000,- (gestiftet von der Firma SYNCHRO).

Trophäe, entworfen und gestiftet von Schullin Juweliere, Graz

In die Auswahl kommen alle genannten Genres, die an der DIAGONALE '98 gezeigt werden.

Die Jury 1998: Birgit Flos (Filmpublizistin, Wien), Matthias Müller (Filmemacher, Bielefeld), Ute Pinter (Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz)

 

DIAGONALE-PREISTRÄGER

INNOVATIVES KINO 98:

 

ÄGYPTEN

von Kathrin Resetarits

ALONE - LIFE WASTES ANDY HARDY

von Martin Arnold

 

Begründung der Jury:

 

„Aufgrund der Dichte sehr guter Arbeiten, deren heterogenität, was den formalen, thematischen, intentionalen bis hin zu konzeptuellen und künstlerischen Ansatz betrifft, vor allem aber aufgrund der Unvergleichbarkeit von Filmen und Videos aus so verschiedenen Kategorien wie Avantgarde, Kurz-, Dokumentarfilm, Animation- und Musikfilm, haben wir uns entschlossen, zwei Preise zu vergeben. Wir sind uns dabei bewußt, daß wir auch damit der Vielfalt relevanter filmischer Ausdrucksformen nicht gerecht werden können. Folgende Entscheidung ist aber trotzdem einstimmig und mit Begeisterung getroffen worden:

 

Der Materialpreis im Wert von ÖS 50.000 (gestiftet von der Firma Synchro Film & Video) geht an Martin Arnold für seinen Film „Alone. Life Wastes Andy Hardy". Die Jury ist beeindruckt von der Konsequenz, mit der Arnold in „Alone" seine in „Pièce touchèe" und „Passage á l'acte" angewandten formalen Verfahren weiterentwickelt. Erneut fördert Arnold Verdrängtes, Zensuriertes und Überspieltes zutage. In „alone" läßt die Demontage des Wohlklanges sentimentaler Hollywood-Musiken tierische Brunftlaute im Hohen Lied der Liebe hörbar werden, während die visuellen Strategien noch in den harmlosesten Bildern mütterlicher Zuwendung Spuren von Lüsternheit nachweisen. Und das ist beides: monströs und komisch. Technische Brillianz, Dekonstruktion, die aber nicht nur selbstreferentielle Materialbezogenheit bleibt, sondern Ausgangsbasis für Um- und Neudeutung ist, for den „schärferen" Blick und das „wachere" Ohr, das Eindringen in tiefenpsychologische Schichten, die sich hinter alltäglichen Gesten aufzutun vermögen, seien stellvertretend für die Qualitäten des Films genannt.

 

Der DIAGONALE-Preis Innovatives Kino, gestiftet von der Stadt Graz und dotiert mit ÖS 50.000,-- sowie die Trophäe, entworfen und gestiftet von Schullin Juweliere, wird an Kathrin Resetarits für ihren Film „Ägypten" vergeben. Resetarits gibt mit enormer stilistischer und formaler Sicherheit, Eleganz und Liebe unprätentiös Auskunft über taubstumme Menschen. Über den Ton und das Visuelle hinausgehend führt sie eine weitere Ebene im Film ein: die dreidimensionale Sprache, die hier nicht als Substitut, als Hilfsmittel, sondern als aussagekräftiges Kommunikationssystem für sich selbst bewußt gemacht wird, gegen das sich die Normalität des gesprochenen Wortees fast blaß und verkümmert ausnimmt. Keine aufgesetzte Betroffenheit, kein peinlich spürbarer „guter Vorsatz", keine Fallstudie mit Erklärungsbedarf, sondern Offenheit und Raum für den Reichtum dieser Sprache, für Einfühlung in das Thema läßt sie ganz originäre filmische Formen generieren. Beeindruckend Resetarits‚ sparsamer und ganz gezielter Einsatz von Ton und Abwesenheit von Ton, ihr stringent klares Konzept, das nicht einengt oder vorgibt, sondern verschiedene narrative Strukturen, die Bandbreite der Gebärde von der Imitation über Zeichen bis hin zur individuell erzählten und erfahrbaren Geschichte, Medienreflexion und die Reflexion von Film als visuelles Medium generell zu einem Ganzen zusammenführen vermag.

 

Wir gratulieren und danken Kathrin Resetarits und Martin Arnold, aber auch den vielen anderen Filmemacherinnen und Filmemachern für ihre bewundernswerte Arbeit."

 



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eröffnung oper

 


 

DIAGONALE-PREIS DER JUGENDJURY '98

für den besten Nachwuchsfilm des Jahres 97/98

 

ÖS 50.000,- (gestiftet von der „Steiermärkischen Bank & Sparkassen AG")

 

Trophäe, gestaltet von Andreas Heller, Ortweinschule Graz, Abteilung Metallgestaltung, (Prof. Walter Klug) und gestiftet von der Kulturvermittlung Steiermark / Kunstpädagogisches Institut.

 

In die Auswahl kommen alle auf der DIAGONALE 98 gezeigten Nachwuchsfilme.

 

Die Jugendjury 1998: Krisztina Kerekes, Robert Mathy, Christian Stoppacher, Eva Pfeifhofer, Christine Fürndrath, Manuela Puntigam, Anna Tscherne.

Jurybetreuer: Gerhard Ordnung (ÖKS).

 

 

DIAGONALE-PREIS DER JUGENDJURY:

 

WIEDER HOLUNG

von Nana Swiczinsky

 

Begründung der Jury:

 

„Was haben wir gesehen? - Die dunkle Seite ist in jedem von uns, man muß sie nur suchen oder... man muß von ihr gefunden werden. Unser Preisträgerfilm hat uns gefunden. Er bewegt sich in parallelen Welten, die zugleich unsere Realität wiederspiegeln. Das Ewigwiederkehrende, Alltägliche mit seiner Destruktivität, Sinnlosigkeit und Einsamkeit.

 

Wie ist der Film gemacht? - In einer der ältesten künstlerischen Techniken - er ist gezeichnet. In einem ansprechenden, zeitgemäßen Stil mit Anklängen an japanische Mangas. Detailreiches Schwarzweiß mit ausgefeilter Technik. Vielschichtig in seinen Stimmungen, vielschichtig für unere persönlichen Zugänge.

 

Keine Fragen mehr - unser Preis geht an den Film Wieder Holung von Nana Swiczinsky.

 

Es gibt nur einen Hauptpreis, doch zwei weitere Filme, die uns sehr wichtig waren. Beides Trickfilme. Einer erzählt die Geschichte über die Habgier und von den Menschen, die noch immer nichts dazugelernt haben. Einfache Figuren, die sich um den Kolac - den Kuchen streiten. Dank an Daniel Suljic für seinen Film.

Ein digitales Zukunftszenario ist die andere Geschichte. Tricktechnik mit feinem Design, wo die Grenzen zwischen Film und Virtualität verschwimmen. Dank an Timo Novotny und Norbert Pfaffenbichler für Wirehead."

 



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sonnenflecken

 


TEAM `98

 

Intendanz und Geschäftsführung

Christine Dollhofer

Constantin Wulff

 

Produktion

Viktoria Salcher

Sonja Zinggl

 

Marketing / Sponsoring / Protokoll

Christine Conrad-Eybesfeld

 

Technische Leitung

Martin Walitza, Markus Pega

 

Organisation Filmkopien und Rechte / Kopienverwaltung

Bruno Pellandini

 

Katalogredaktion

Regina Schlagnitweit

Constanze Kargl

 

Grafik

Walter Lendl

 

Pressebüro

Alexander Dumreicher-Ivanceanu

Susanne Kästle

 

Gästebüro

Uta Knittel, Ivette Löcker

 

Jury-Betreuung

Susanne Kästle

 

Kopienkontrolle

Claudia Keimel

 

Ausstattung

Helmut Kaplan, Robert Kals

 

Internet

Orhan Kipcak

 

Datenbank / Interne Kommunikation

Markus Krottenhammer

 

Redaktion Festivalzeitung

Alexander Dumreicher-Ivanceanu

Reinhard Puntigam

Bernhard Grundner

 

Organisation Dok-Markt Graz

Ralph Wieser

 



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dok markt 98

 

 

DOK MARKT '98 GRAZ

Die DIAGONALE veranstaltete während des Festivals 1998 in Graz ein internationales Co-Finanzierungstreffen für den kreativen Dokumentarfilm aus dem deutschsprachigen Raum. Filmemacher und Produzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhielten beim DOK MARKT GRAZ die Möglichkeit, ihre Projekte einem Round Table vorzustellen. Dieses Podium setzte sich zusammen aus den wichtigsten Redakteuren deutschsprachiger TV-Sender, Vertretern von Filmförderanstalten, Verleihern und Sales Agents.

 

Round Table:

Christl Hinrichsen (BR, Red. Dokumentarfilm), Madeleine Hirsiger (DRS), Manfred Schmidt (MDR), Elizabeth Marschan (MEDIA), Helene Maimann (ORF), Franz Mangelberger (Tele M), Inge Claßen (ZDF 3 sat), Burkhart Althoff (ZDF arte)

 

Moderation:

Werner Dütsch (WDR) und Dieter Kosslick (Filmstiftung NRW)

 

Beobachter:

Marc Wehrlin (Kulturamt, Sektion Film, Schweiz), Werner Ruzicka (Duisburger Filmwoche), Egon Humer (Egon Humer Filmproduktion), Iris Heller (Eurimage), Anna Köhler (Filmbüro NW), Knut Ogris (Grey Panther Film), Gerlinde Seitner (Media Desk Österreich), Katja Walter (Baden Würtemberg Filmförderung), Michael Pilz (Michael Pilz Filmproduktion), Friedrich Grassecker (NÖ Kultur), Gerhard Schedl (Österreichisches Filminstitut), Michael Seeber (Prisma Film Produktion), Vincent Lucassen (Sinzinger/Lucassen), Christian Berger (TTV Film), Jean Perret (Visions du réel), Peter Thompson (Wega Film)

 

Für den DOK MARKT können Filmemacher und Produzenten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich ihre aktuellen Dokumentarfilmprojekte einreichen. Projekte mit Produzenten müssen mindestens 20 % der Gesamtfinanzierung vorweisen können. Projekte von Filmemachern oder Produzenten ohne Finanzierung können ebenfalls eingereicht werden - diese werden von einer Fachjury mit Vertretern der drei Länder ausgewählt.

 

Ausgewählte Projekte 1998:

 

Ozeanische Gefühle

Jutta Doberstein und Herbert Schwarze, Deutschland

 

Das Archiv

Bernhard Sallmann, Deutschland

 

Vom Deutschen Rand

Volker Köster, Deutschland

 

Hungry Minds Think Alike

dogfilm GmbH, Deutschland

 

Der Unfall

dogfilm GmbH, Deutschland

 

Markus Anatol Weisse

Elfi Mikesch, Mira Filmproduktion Bremen, Deutschland

 

Der Triebweg

Jörg Schmidt-Reitwein, Schmidt-Reitwein Filmproduktion, Deutschland

 

Jesus und der Barterlaß

Pascale Schmidt, trafik/Parkerson & Schmidt Filmproduktion, Deutschland

 

Die Seidenstraße

Zoran Solomon und Vladimir Blazevski

Zoran Solomon und Dagmar Fromme Filmproduktion, Deutschland

 

Stadt der Improvisation

Peter Zach, Österreich

 

Wir Leben Ewig

Carla Knapp, Aichholzer Film, Österreich

 

Tannu Tuva - Schamanen und Geister

Christian Berger, Cult Film, Österreich

 

Steinweisser Mann

Martina Theininger und Georg Schrom, Fischerfilm, Österreich

 

Die Passion der Romy Schneider

Ingrid A. Fischer, Navigator Film, Österreich

 

Once Upon a Dhow

Christoph Buch und Moritz Gieselmann, Phoenix Filmproduktion, Österreich

 

Der verkaufte Hitlerjunge

Werner Schweizer, Dschoint Ventschr, Schweiz

 

New World Order

Samir, Dschoint Ventschr, Schweiz

 

Gespräch im Gebirg

Matthias Caduff, Matthias Caduff Filmproduktion, Schweiz

 

Akkordeon

Stefan Schwietert, Maximage GmbH, Schweiz

 

 

Der DOK MARKT 99 findet während des Dokumentarfilmfestivals „Visions du Reel" in Nyon, Schweiz, vom 19. bis 25. April 1999 statt, im Jahr 2000 wieder im Rahmen der DIAGONALE in Graz.

 

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